Meditationsübung: sich abgrenzen – loslassen

Fast alle von uns haben ein Problem damit. Meistens betrifft es ganz unterschiedliche Lebensbereiche, manchmal auch mehrere. Manchen ist es gar nicht bewusst, andere wissen, dass sie viel zu oft “Ja” sagen, wenn sie eigentlich “Nein” meinen und wissen nicht, wie sie es ändern können. Das Abgrenzen und auch das Loslassen sind ein Thema mit dem wir alle früher oder später mal zu kämpfen haben.

Es scheint, ein Problem zu sein, dass vorwiegend uns Frauen betrifft, in Wirklichkeit jedoch ist es bei Frauen  nur offensichtlicher, sie überspielen es nicht.

Hier nun eine kleine Übung, die helfen kann, sich besser gegen bestimmte Personen oder Gefühle abzugrenzen. Diese Übung hilft auch sehr, wenn man immer und immer wieder an eine Person denken muss, die physisch schon nicht mehr Teil seines Lebens ist. Sie erleichtert das geistige Loslassen.

Ich habe hier eine Person gewählt, man kann aber jederzeit auch eine Situation oder ein Gefühl stattdessen verwenden.

Lege oder setze dich gemütlich hin. Achte darauf, dass du für ca. eine halbe Stunde völlig ungestört bist. Du kannst auch eine ruhige Meditationsmusik einschalten, ein Räucherstäbchen und/oder eine Kerze anzünden. Alles was dir hilft, eine ruhige, besinnliche Stimmung zu erlangen ist hier sinnvoll.

Schließe deine Augen. Atme ruhig ein und aus. Wenn Gedanken in dir auftauchen, versuche sie wie Wolken am Himmel weiterziehen zu lassen. Wenn du ganz ruhig geworden bist, zähle bei jedem Ein- und Ausatmen von 10 bis 1. Wenn du noch nicht ganz ruhig geworden bist, oder du deine Gedanken nicht loslassen kannst, wiederhole die Übung, bis du es schaffst, dich nur auf deinen Atem und die Zahlen zu konzentrieren und die Gedanken an dir vorbeiziehen.

Nun stelle dir vor, du stehst in einem leuchtenden Kreis. Das Licht dieses Kreises leuchtet hell und wärmt dich. Stell dir nun vor, dass direkt angrenzend noch ein Kreis besteht. Der Kreis sieht genauso aus wie der Kreis, in dem du stehst. Zusammen bilden die beiden eine 8.

Nun stell dir vor, in der Mitte des anderen Kreises steht die Person oder das Gefühl, von dem du dich abgrenzen bzw. trennen möchtest. Nimm wahr, wie nah oder entfernt die Person ist, wie groß/klein sie für dich ist. Nimm auch wahr, ob sie für dich in Farbe oder eher blass oder sogar farblos ist.

Stelle dir jetzt ein goldenes Schwert vor, das über der Mitte der beiden Kreise schwebt.  Dieses goldene Schwert fällt nun zu Boden und durchtrennt den Punkt, an dem sich die beiden Kreise getroffen haben.

Der Kreis, in dem die andere Person steht entfernt sich nun ganz langsam von dir.

Sage dir dabei: Ich gebe dir deine Energie zurück, sie gehört dir und ich nehme mir meine Energie wieder, sie gehört zu mir – du bist für dich verantwortlich und ich bin für mich verantwortlich. Wir sind uns nichts schuldig.

Wenn du soweit bist, kannst du deine Augen wieder öffnen und langsam ins hier und jetzt zurückkehren.

Diese Übung kannst du auch öfter durchführen, solltest du spüren, dass du dich noch nicht ganz von der Person abgegrenzt hast, vor allem aber, wenn du Schuldgefühle empfindest.

Ich wünsche dir bei dieser Übung viel Erfolg!

Claudia

 

 

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2 Responses to Meditationsübung: sich abgrenzen – loslassen

  1. Walter Schöndorfer - netlog says:

    Danke! Gute Ergänzung für meine Meditationsübungen in der Beratung!

  2. Judith - netlog says:

    Danke für den Beitrag!

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