Wie ein Boot im Wind

Neptun – Akzeptieren lernen oder warum brauchen wir Alkohohl?

Bildquelle Oliver Haja/Pixelio.de

Die meisten meiner Klienten sind der Ansicht, dass das Leben in eine unmögliche, furchtbare Richtung abtriftet, sollten sie aufhören, alles im Griff zu haben. Sie glauben, den Weg, den das Leben ihnen bietet und sogar den Weg den sie gehen beeinflussen zu können, indem sie auf die eine oder andere Art reagieren.

Wenn ich sie frage, was passieren würde, wenn sie die Hände in den Schoß legen und abwarten, ernte ich entrüstete Blicke. Es scheint alles schief zu laufen, wenn nicht irgendjemand etwas tut.

In mir entsteht dann meist das Bild eines Bootes auf einem Fluß. Meine Klienten sitzen in dem Boot und versuchen verzweifelt gegen den Strom und gegen den Wind zu rudern, doch das Boot driftet immer mehr vom Ufer ab. Mit aller Kraft schaffen sie es doch, das Boot zumindest in der Nähe des Ufers zu halten. Wir kennen nur dieses Ufer, wir wissen, wo wir an Land gehen könne, was uns erwartet. Alle anderen Ufer sind noch nicht in Sichtweite. Alles andere ist uns unbekannt und macht uns Angst.

Mit meiner Aussage, die Hände in den Schoß zu legen und abzuwarten, was passiert, verlange ich von ihnen nicht mehr zu Rudern. Ich verlange, zuzusehen, wie das Boot in eine unbekannte Richtung schwimmt und das ohne Beeinflussung.

Das Boot einfach treiben zu lassen, einfach mal schauen, wo die Reise hingeht ist meist extrem beängstigend. Was, wenn wir zu unserem altbekannten Ufer nie wieder zurückfinden? Was, wenn wir an neuen Ufern schlimme Dinge erleben?

Ich sage dann meist: “Was wenn es uns dort besser geht? Wenn es dort schöner ist?”

Wir würden etwas verändern und Leben bedeutet nun mal stätige Veränderung. Unser Boot würde in einer Richtung treiben, die das Leben für uns vorgesehen hat. Wir würden akzeptieren ohne dagegen anzukämpfen und vielleicht bekommen wir sogar Rückenwind!

Wenn wir zuwenig Vertrauen auf Gott, in das Universum oder in das Leben haben fällt es uns sehr schwer, das Boot einfach treiben zu lassen. Wir können die Kraft Neptuns nicht annehmen, denn eine eigenart des Neptuns ist es, uns dich Sicht zu vernebeln. Neptun verlangt blindes Vertrauen.

Fällt uns dies sehr schwer, greifen wir gerne zu dem einen oder anderen Gläschen Alkohol. Wir versetzen uns mehr oder weniger in einen neptunischen Zustand. Unter Alkohohleinfluß können wir nicht mehr so gut rudern, wir lähmen uns selbst. Wir vernebeln uns den Geist um nicht alle unsere Handlungen bewußt auszuführen. Wir schreiten in die Welt des Unterbewußtseins – dort wo das gesamte Wissen zu Hause ist. Im Rauschzustand sind wir nicht mehr fähig, bewußte Entscheidungen zu treffen, wir verlassen das sichere Ufer und lassen unser Boot einfach treiben. Wir sind nicht mehr fähig, in eine bestimmte Richtung zu rudern. Es bleibt uns nichts anderes über, als uns auf das Leben, das Universum oder auf Gott zu verlassen.

 Ein Schiff ist im Hafen sicher – dafür wurde es aber nicht gebaut!

Ich kann nur sagen – wir sind auch nicht gebaut, immer dasselbe zu erleben und nicht vom Fleck zu kommen. Wir sind auf dieser Erde um uns zu entwickeln, dazu müssen wir uns verändern und zwar immer wieder. Wir müssen unseren Hafen verlassen und zu neuen Ufern aufbrechen – am leichtesten geht das natürlich, wenn wir mit dem Strom und mit dem Wind segeln!

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Der beinlose Fuchs und der Tiger

Vor langer Zeit, da sah ein Mann im Wald einen Fuchs, der alle vier Beine verloren hatte. Und er wunderte sich, dass das Tier, dass keine Beute mehr jagen konnte, noch lebte. Doch dann erblickte er einen Tiger, der Wild gerissen hatte. Nachdem er sich sattgefressen hatte, überließ er den Rest seiner Beute dem beinlosen Fuchs.
Andernstags ernährte Gott den Fuchs abermals mit Hilfe des Tigers. Der Mann war erstaunt über die Güte und Sorge Gottes gegenüber dem beinlosen Fuchs.

Später traf der Mann auf der Straße ein kleines frierendes Mädchen. Sie zitterte in ihrem dünnen Kleid und hatte schon lange nichts mehr zu essen bekommen. Da wurde er zornig und beklagte sich bei Gott: “Wie kannst du das zulassen? Den Fuchs erhältst du am Leben, aber dieses kleine Mädchen lässt du hungern und frieren. Warum tust du nichts dagegen?” Eine Weile sagte Gott nichts. Doch in der Nacht antwortete Gott dem Mann: “Ich habe etwas dagegen unternommen, ich habe dich geschaffen.!”
(aus Arabien)

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Achtsamkeitsübung

Achsamkeit bedeutet, im Hier und Jetzt zu leben. Es bedeutet aber auch, beobachten, wertfrei, sich auf die momentan empfundenen Gefühle einzulassen, sie zuzulassen, sie zu spüren, was nicht immer leicht ist, dies aber mit dem nötigen Abstand. Es wird nicht bewertet, verglichen, wir schauen nicht in die Vergangenheit und wir machen uns keinen Kopf über die Zukunft.

Das wollen wir nun mit einer kleinen Achtsamkeitsübung ausprobieren. Die erste Achtsamkeitsübung beschäftigt sich mit dem Atmen. Viele Meditationen beschäftigen sich mit dem Atmen. Diese Übung kann überall und zu jederzeit gemacht werden und ist so ein willkommener Pausenfüller.

Setzen oder legen Sie sich halbwegs gemütlich an einen Ort, an dem sie für ca. 5 – 10 Minuten ungestört sind.

Schließe die Augen und verfolgen den natürlichen Rhythmus deines Atems. Suche dabei einen bestimmten Bereich deines  Körpers, wo der Atem für dich am besten fühlbar ist. Dies könnte z.B. die Innenseite der Nasenflügel sein, wo die Luft in den Körper ein- und wieder ausströmt. Oder du richtest deine Aufmerksamkeit auf die Bauchdecke und spürst nach, wie der Bauch sich im Atemrhythmus hebt und senkt. Versuche dabei, den Atem nicht zu verändern. Lass es einfach geschehen, ohne den Atem zu verlängern, zu verkürzen oder zu vertiefen.

Wenn du merkst, daß dein Verstand abwandert oder du anderweitig abgelenkt wirst, kehre einfach ganz sanft wieder zur Konzentration auf den Atem zurück. Dies ist der entscheidende Teil der Übung. Ärgere dich nicht über deinen Verstand oder bewerte die Gedanken, die aufkommen.

Versucheauch, dich nicht von den Gedanken verwickeln zu lassen, sondern kehre einfach immer wieder ganz ruhig auf deinen Atem zurück. Hiermit stärkst du deine Fähigkeit, dich von deinen Gedanken zu distanzieren. Dies wird dir in vielen stressvollen Situationen des Alltags helfen.

Nach etwa 10 Minuten (kürzer oder länger ist natürlich kein Problem) öffne sanft die Augen, atme tief durch und versuche die Erfahrung des reinen Beobachtens (ohne Bewertung und Verwicklung) mit in den Alltag aufzunehmen.

Gutes Gelingen!

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Ich danke allen und wünsche ein gutes Neues Jahr!

Andrea Kusajda/pixelio.de

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
sie haben meine Fantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.
Ich danke allen, die mich belogen haben;
sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
sie haben meinen Mut geweckt.
Ich danke allen, die mich verlassen haben;
sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.
Vor allem aber danke ich allen,
die mich lieben, so wie ich bin;
sie geben mir die Kraft zum Leben.

~Paulo Coelho~

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Tage wie diese – die Mauer

An Tagen wie diesen habe ich das Gefühl, es geht einfach nichts so, wie ich mir das wünsche. An Tagen wie diesen habe ich das Gefühl, ich stagniere, ich sitze fest oder ich dreh mich im Kreis. Warum lerne ich nichts dazu? Warum bekomm ich immer dieselben Situationen geliefert? Wie kann ich mich endlich ent-wickeln?

An diesen Punkt in seinem Leben kommen alle einmal. Wir sind frustriert, fragen uns, warum wir eigentlich nur mehr Hürden sehen und keinen Weg mehr.  Was hilft es da, wenn wir unser Horoskop kennen, unsere Bestimmung? Was hilft es, wenn wir genau wissen, wo wir hin sollen im Leben, aber da diese hohe, dicke, undurchdringbare Wand vor uns ist?

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